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Ihre Hilfe bekommt ein Gesicht

 

Kinderarbeit nebenan

am 5. Oktober 2016

Das Transformatorenhaus in Sucre, Bolivien liegt in einem wunderschönen Tal direkt am Rand eines kleinen Dorfes, das fast nur aus Lehmhäusern besteht. Die Menschen dort sind sehr arm und wohnen mit relativ großen Familien auf engsten Raum zusammen mit Haus- und Nutztieren. Yasmin wohnt auch dort. Sie ist 12 Jahre alt und kommt seit fast 1,5 Jahren regelmäßig zu unseren Kindernachmittagen ins Trafo-Haus. MA mit KindAnfangs war die Verwahrlosung bei ihr und ihren vier kleineren Geschwistern so groß, dass wir erst einmal nach Kleidung und Medikamenten für sie suchten. Einmal hat der Stiefvater sie so sehr geschlagen, dass auf ihrem Rücken „etwas gewachsen ist“, und alles nur, weil sie den schweren Wassereimer vom Brunnen nicht heimtragen konnte. Vor kurzem erzählte sie uns, dass ihre Familie wegzieht.

Die Familie ging wirklich – aber ohne Yasmin. Sie wurde einer anderen Familie im Dorf „überlassen“. Sie darf dort wohnen, muss aber als Gegenleistung den ganzen Tag arbeiten. Sie hat weder Kontakt zu ihrer Familie, noch darf sie weiter in die Schule gehen oder Zeit für sich haben. Dies ist unter anderem Ergebnis davon, dass die bolivianische Regierung sich 2014 dafür eingesetzt hatte, die Arbeitserlaubnis für Kinder auf 10 (!) Jahre herabzusetzen. Wir sind mit Yasmins „Dienstherren“ im Gespräch, da wir gern diese unerträgliche Situation für sie beenden wollen.